HALLO HAMM

Der Lippesee – ein Projekt geht unter

© Stadtplanungsamt – Der Lippesee Hamm in einer Entwurfszeichnung (Ausschnitt)

Die verpasste Chance – oder doch (nur) der „Erlebensraum Lippeaue”? Die Hammer Bürgerinnen und Bürger haben am 18. Juni 2006 im Rahmen des freiwilligen Ratsbürgerentscheides abgestimmt. Die Mehrheit der Bürger sprach sich gegen den Bau des Lippesees aus.

„Erlebensraum Lippeaue” auf 195 Hektar

Das Gemeinschaftsprojekt „Erlebensraum Lippeaue” wird umgesetzt vom Lippeverband und der Stadt Hamm. Laut Thomas Hunsteger-Petermann (1.­10.­1999 bis zum 31.­10.­­2020 Oberbürgermeister der Stadt Hamm.) im Jahr 2016: „Mit dem Projekt „Erlebensraum Lippeaue“ bergen wir einen riesigen Schatz, der zu großen Teilen mitten in unser Innenstadt liegt. Der Kernbereich umfasst die Fläche zwischen Fährstraße und Münsterstraße, die von der Kanalkante aus auf besonders attraktive Weise erreicht werden soll – nämlich in Form einer Seilbahn. Die Zukunft wird zeigen, ob diese erste Planung tatsächlich zu realisieren ist. Im Kernbereich sollen Gastronomie, Spielplätze und weitere Angebote entstehen, um hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Vor allem über die „Strandarena“ schaffen wir im Auenpark einen direkten Zugang zum Wasser.

(Quelle: Hammmagazin – Sonderausgabe 2016 / 44.Jahrgang.)
https://epaper.hamm-magazin.de/Hammmagazin_12_2016_Sonder/#1
Das Projekt „Erlebensraum Lippeaue” startete am 26. April 2017.

Die Lippeaue – Lebensraum für bedrohte Arten

Eines der Hauptargumente, wenn nicht das Hauptargument der Lippesee-Gegner überhaupt, war die ökologische Bedeutung der Lippeaue.
Zwischen der Stadt Hamm und den Kreisen Warendorf und Soest erstreckt sich eine Auenlandschaft, in der sich noch einige naturnahe Lebensräume mit seltenen Tieren und Pflanzen erhalten haben. Wiesen und Röhrichte, Altarme und Stillgewässer prägen hier das Bild. In der Aue leben selten gewordene Tiere wie Kammmolch oder Teichfledermaus. Auch bedrohte Vogelarten brüten und rasten hier, so z.B. der heimliche Wachtelkönig und die markant gefärbte Rohrweihe.

Um die Lippeaue als Lebensraum für bedrohte Arten und als Rückhalteraum für Hochwasser zu schützen und zu optimieren, wurde in veschiedenen Abschnitten mit naturnahen Umbaumaßnahmen die Strukturvielfalt an der Lippe und ihrer Aue optimiert und Grundlagen für neue Lebensräume geschaffen.

Blick über das Projektgelände „Erlebensraum Lippeaue”

© Stadtplanungsamt – Der Lippesee Hamm in der kompletten Entwurfszeichnung

Nach der weitgehenden Zerstörung der Innenstadt im zweiten Weltkrieg wurde der Stadtgrundriss nach historischem Vorbild wiederhergestellt, vielfach kam es allerdings zu einer Verbreiterung der Straßen. Die starke Kriegszerstörung der Bausubstanz bedingt in der Kernstadt eine relativ geringe Anzahl historischer Gebäude und zugleich eine prägende Architektursprache der 50er- bis 90er Jahre. Mit rd. 60 Baudenkmälern in der gesamten Innenstadt verfügt Hamm über vergleichsweise wenig denkmalgeschützte Bauten. Denkmäler von hoher Bedeutung für das Stadtbild stellen die drei Kirchen (Pauluskirche, Agneskirche, Lutherkirche), der Bahnhof, das Rathaus mit den benachbarten Verwaltungs- und Gerichtsgebäuden sowie die baulichen Ensembles in der Südstraße und Brückenstraße dar. Auch das Stunikenhaus, die historische Schleuse am Nordring und das Schleusengebäude am Kanal haben eine große Bedeutung für die Hammer Stadtgeschichte.

Ergänzt werden die vereinzelten historischen Bauten durch einige moderne, aber nicht weniger prägende Baukörper wie bspw. das Heinrich-von-Kleist-Forum oder die neu gestaltete Musikschule. Dem gegenüber stehen auffällig viele Bauten im Kernbereich der Innenstadt, die einen gestalterischen und baulichen Aufwertungsbedarf aufweisen. Hier sind in mehreren Teilbereichen, die sich über den gesamten engeren Untersuchungsbereich verteilen, Substanzschwächen der Bebauung erkennbar (Baulücken, untergenutze Grundstücke, Investitionsstau bei Gebäuden). Diese tragen maßgeblich zu den stellenweise auftretenden Qualitätsmängeln im Stadtbild der Hammer Innenstadt bei. Zudem ergibt sich durch die Außendarstellung der Ladenlokale mit teilweise störenden Werbeanlagen, Außenverkaufsständen sowie Schaufensterbeklebungen ein heterogenes Erscheinungsbild.

Der Phoenix-See ist ein künstlich angelegter See auf dem ehemaligen Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Stadtteil Hörde.

Der Aasee mitten im ”Herzen” von Münster ist ein Stausee umgeben von Kunst und Kultur.